Philosophy
Kunst beginnt im Kopf …
Warum „Ooups“?
Manchmal reicht ein einziger Moment, um etwas von uns preiszugeben, das wir eigentlich lieber verborgen hätten. Ein unerwarteter Blick. Eine peinliche Situation. Ein Wunsch, den wir nicht zeigen wollten.
Ooups.
Ein kleines Wort für eine erstaunlich menschliche Erfahrung. Diesen kurzen Augenblick, in dem das Bild, das wir anderen von uns vermitteln möchten, ins Wanken gerät und etwas Echtes sichtbar wird.
Ich habe diesen Namen für meine Kunst gewählt, weil er etwas Wesentliches über uns Menschen erzählt: über unsere Unvollkommenheit, unsere Verletzlichkeit und die Angst davor, bewertet zu werden.
Und weil sich meine Bildsprache um den menschlichen Fuß dreht, habe ich dem Wort ein weiteres „O“ hinzugefügt. Fünf Buchstaben. Fünf Zehen. Ein spielerisches Detail, das den Namen mit meinen Arbeiten verbindet.
Doch Ooups bedeutet für mich mittlerweile noch mehr.
Es geht darum, auch die Seiten an uns anzunehmen, die wir sonst lieber verstecken würden. Die Erwartungen zu hinterfragen, die uns prägen. Und den Mut zu finden, uns zu zeigen, ohne jemand anderes sein zu müssen.
Denn manchmal ist das Schönste, was wir von uns preisgeben können, genau das, was wir eigentlich verbergen wollten.
Big Business
Wieviel wollen wir noch nehmen von Dingen die wir nicht brauchen? Wieviel würden wir geben von Dingen die wir bewahren sollten.
Fällt uns noch auf, was genau wir tun, wenn für alles eine Daumenbewegung ausreicht? Wenn sich all das hinter 6zoll Glas versteckt? Wenn wir unser Gesicht nur noch in Pixeln zeigen? Upload, Download, hashtag, Paypal. Alles verifiziert, anonym, belohnt. Ein guter Deal? Ein riesen Business.
Footoepia
Wenn ich dir sage, ich kenne da einen Ort, den niemand kennt, wo nicht nur eine Sonne scheint. Eine Insel, ein Dschungel, wo Pflanzen gedeihen, die über alles hinaus wachsen, verschlungene Wege frei lassen. Wo Blumen blühen, deren Duft dich einnimmt, eindringt in deine Seele und dich in Geborgenheit verweilen lässt. Da bin ich zu Hause und frage dich, ob du mal vorbeikommst. Ich nehme dich mit. Auf meinem Schiff. Auf ein Abenteuer. In mein Innerstes.
Sag auf Wiedersehen zur grauen farblosen Welt und begrüße meine. Achte sie, denn ich schätze auch deine.
Fairplay
You can’t say no to this Game. A game, complex and challenging like no other. In the exciting multiplayer mode, you have to use all your senses. Achieve the high score with skillful combos and the use of all your fingers. But beware of your opponent’s weapons. Some can overwhelm your senses, others can force you to the ground. But even then you can win, just be aware of your role. But play fair, otherwise you’ll lose.
Aliens?
If the universe really is infinite and there are infinite possibilities for extraterrestrial life, wouldn’t there be at least one life form that has also learned how fascinating feet are? How much would they worship them? Less or more than us?
And suppose, millions of years before us, they had already seen the powerful beauty in the limbs that connect them to their home planet, let them feel it, let them orbit it.
What if they found out about us? A species that has partly taught itself to loathe this part of its body, to find it disgusting. Would they make friends with those who have found a connection to their feet? Would they even want to take those of us who love feet with them? Maybe they would ask us who really means it when they say „I love you from head to toe“. How many of you have gotten to the point where you love yourself from head to toe? Let’s start right here and now.
Ooups – Disgust or Desire
Andreas Winkler
T +49 176 4357 9558
kontakt@ooups.art